Eine Produktion der Evangelischen Kirche in Deutschland soll RTL-Zuschauern am Sonntag das Schicksal verfolgter Christen in der DDR nahe bringen. Der „Eikon“-Film „Kurzer Prozess. Eine Seefahrt in den Stasiknast“ zeigt, wie Gläubige als Feinde der Republik verunglimpft wurden – und wie sie in Christus Kraft fanden.
Fünf Tage nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 steigen junge Christen im Ostseebad Wolgast in der DDR auf einen Ausflugsdampfer. Die Jugendlichen machen einen Scherz und schreiben dem Kapitän einen Zettel mit der „untertänigsten“ Bitte, doch „wegen der guten Stimmung an Bord“ zur dänischen Insel Bornholm zu fahren. Aus einem kleinen Spaß wird bitterer Ernst: Wegen versuchter Republikflucht werden die beiden „Rädelsführer“ in einem Schauprozess zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Junge Christen galten in der DDR als Anhänger der „Nato-Kirche“, sie waren Feinde des Staates. Später gehören die beiden Verurteilten zu den ersten Häftlingen, die die BRD aus dem Gefängnis freikauft. 50 Jahre später begeben sich fünf Jugendliche einer christlichen Gruppe auf Spurensuche, tragen die Kleidung von damals, geben ihre Handys ab, schneiden sich ihre Haare und versuchen, die Geschichte neu zu erleben. Die Jugendlichen versetzen sich in die dunklen Momente der Einzelhaft hinein. Sie erleben auch die Kraft, die einige der gefangenen Jugendlichen im Glauben fanden. Markus Bräuer, der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sagt: „In einer Szene baut sich einer der Gefangenen aus Stanniolpapier ein kleines Kreuz und bringt es unbemerkt in seiner Zelle an. Stärker kann der Trost kaum gezeigt werden, den der Glaube spenden kann, gerade auch in schwierigen politischen Zeiten.“ Der evangelischen Rundfunkarbeit sei es wichtig gewesen, diesen Film gemeinsam mit RTL zu verantworten, denn er zeige, wie fanatisch die christlichen Gemeinden von der DDR verfolgt wurden. Bräuer weiter: „Jede noch so kleine und harmlose Bemerkung wurde gegen sie verwendet, so wie der Zettel, den diese Jugendlichen geschrieben haben.“ Der Film ist eine Produktion der „Eikon Nord“ im Auftrag von RTL mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland.
„Kurzer Prozess. Eine Seefahrt in den Stasiknast“ von Andreas Kuno Richter läuft am Sonntag, den 6. November um 22:55 Uhr auf RTL. N-tv zeigt den Film außerdem am Dienstag, 8. November, 0:40 Uhr, und Mittwoch, 9. November, 16:10 Uhr.
Schüler beten für Schulen in Deutschland - Am 15. November 2011 findet der Gebetstag für Schulen statt
Woche für Woche treffen sich in Deutschland mehrere tausend christliche Schüler an ihren Schulen, um zu beten. Sie sind dabei nicht an feste Zeiten gebunden und brauchen auch nicht unbedingt einen Gebetsraum. Einmal im Jahr sind diese Schüler aufgerufen, alle an einem Tag gemeinsam zu beten, ganz speziell für die Anliegen von Schulen. Das ist der PrayDay, der Gebetstag für die Schule. In diesem Jahr findet der PrayDay am Dienstag, 15. November, statt. Ist der Schülerbibelkreis an deiner Schule schon dabei? Dann nichts wie hin.
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Brennan Manning arbeitet als eine Art Pastor in New Orleans. In einem seiner Bücher erzählt er diese Geschichte:
Eines Morgens erhält Mannning einen Anruf von einer Frau, die ihn fragte: „Ist da Brennan Manning?“ - „Ja,“ antwortet Manning Die Stimme am anderen Ende sagte: „Ich habe gehört, dass Sie ein Pastor sind.“ - „Richtig!“ - „Gut denn ich möchte Sie bitten, ob Sie nicht zu uns kommen und mit meinem Vater sprechen könnten, er liegt im Sterben.“
Manning erklärte sich einverstanden, sofort vorbeizukommen. Die Tochter ließ ihn herein und sagte ihm, dass ihr Vater in seinem Schlafzimmer sei. Manning betrat einen übel riechenden Raum und entdeckte dort einen alten Mann, schläfrig, den Kopf auf einem Kissen gelagert, sein Körper in Decken gewickelt. Manning registrierte einen leeren Stuhl neben dem Bett. Er lächelte und sagte: „ Ich sehe Sie erwarten mich.“ Der Alte versuchte sich aufzurichten, war dazu jedoch nicht in der Lage. „Nein“, flüsterte er und schien ein wenig verwirrt. „Wer sind Sie?“ Manning schmunzelte und erklärte ihm, dass er der Pastor sei, den seine Tochter ins Haus gebeten habe. „So so, Sie sind ein Pastor“, sagte der Mann. „Ich habe eine Frage an Sie“